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Geschichte St. Laurentius

 
Der Patron unserer Pfarrkirche

ist der hl. Laurentius. Er erlitt am 10. August 258 in der Christenverfolgung des römischen Kaisers Valerian den Märtyrertod. In der Kunst wird der Heilige mit einem glühenden Rost in der einen Hand und mit dem Evangelienbuch in der anderen Hand dargestellt. Das eine ist das Instrument, mit dem er zu Tode gemartert wurde, das andere ein Hinweis auf sein Amt als Diakon. Begraben wurde er in Rom. Über seinem Grab steht die Basilika S.Lorenzo fuori le mura (außerhalb der Mauern).

Das Pater-Delp-Gemeindehaus

ist das Veranstaltungszentrum der katholischen Pfarrgemeinde. Während die St. Laurentius-Kirche der religiöse Mittelpunkt ist, finden fast alle anderen Veranstaltungen im Pater-Delp-Gemeindehaus statt. Eine Vielzahl von gut ausgestatteten Räumen steht den einzelnen Gruppen für ihre Arbeit zur Verfügung. Das Haus wurde am 27. Mai 1987 eingeweiht. Es trägt den Namen von Pater Alfred Delp SJ, der seine Kindheit auf dem Rennhof bei Hüttenfeld (der bis 1983 zu Hemsbach gehörte) verbrachte. Er wurde von den Nationalsozialisten zum Tod verurteilt und am 2. Februar 1945 hingerichtet, weil er sich für eine neue Sozialordnung nach dem damals voraussehbaren Zusammenbruchs des Dritten Reiches eingesetzt hatte. Diese Thematik ist auch in den bleiverglasten Kapellenfenstern ausgedrückt, die von Prof. Emil Wachter in großer künstlerischer Gestaltung entworfen wurden. Die sieben Fenster zeigen nach der Intuition des Künstlers die „Unheilsgeschichte im Lichte der biblischen Heilsgeschichte“. Themen aus dem Alten und Neuen Testament nehmen Bezug auf die jüngste Zeit, besonders auf die Schreckensherrschaft der National-Sozialisten.

Einen ausführlicheren Lebenslauf von Pater Alfred Delp, zusammengestellt von Horst Jacobowsky können sie hier abrufen.

Aus der Geschichte unserer Pfarrei

Im Jahre 772 schenkte Karl der Große seine Königsmark Heppenheim dem Kloster Lorsch zum Eigentum. Dadurch kam auch die Gemarkung Hemsbach in den Besitz des damals berühmten Klosters. Hemsbach gehörte dem Kloster bis 1232. In dieser Zeit wurde vom Kloster eine kleine Holzkirche für die Abhaltung von Gottesdiensten erbaut; ein genaues Datum ist nicht bekannt. Am 30. August 1573 zog der erste protestantische Pfarrer in Hemsbach ein, nachdem der Kurfürst die neue Glaubenslehre hier eingeführt hatte. Von da an wurde das eine Gotteshaus von beiden Konfessionen benutzt. Durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde auch das erste Kirchlein stark in Mitleidenschaft gezogen und zum Teil zerstört. Deshalb dachte man 1744 an einen Neubau. Am 3. November 1744 unterbreitete das Oberamt Ladenburg, dem Hemsbach unmittelbar unterstand, dem Kurfürsten Otto die Notwendigkeit des Baues. Bis alle Instanzen ihre Begutachtung ausgesprochen hatten, wurde es 1746. Im Frühjahr 1747 wurde die alte Kirche abgerissen, und man begann zügig mit dem Neubau.
Die alte Kirche war, wie die meisten Kirchen , von Osten nach Westen gebaut. Die aufgehende Sonne erinnert an Christus, den Auferstandenen, das Licht der Welt. Von dieser allgemein üblichen Ausrichtung der Kirche von Osten nach Westen ging man ab und baute in nordsüdlicher Richtung. Am 4. April 1751 war die feierliche Einweihung der neuen Kirche, die weiterhin beiden Konfessionen zur Benutzung offen stand (Simultankirche).
1808 kam die Erweiterung der Kirche nach Süden. Auf dieser Erweiterung wurde ein zweites kleines Türmchen errichtet, an welchem die Uhr angebracht werden sollte, die vorher an dem großen Turm hing.
Die simultane Gemeinschaftskirche bestand bis September 1936. Durch den Neubau der evangelischen Christus-Kirche konnte sie in den Alleinbesitz der katholischen Gemeinde übergehen.
Das Gemeindezentrum St. Laurentius mit Kindergarten, Pfarrsaal und ehemaligem Schwesternhaus wurde in Eigenarbeit der Pfarrgemeinde erbaut. 2017 wurde das ehemalige Schwesternhaus teilweise renoviert und beheimatet jetzt als pastorales Zentrum das Pfarrbüro sowie die Arbeitsplätze des hauptamtlichen Seelsorgeteams mit Besprechungsräumen.
Seit September 1992 ist der Pfarrer von Hemsbach auch Pfarrer von Laudenbach und Sulzbach.
Seit 01.01.2000 bilden die Gemeinden Hemsbach, Laudenbach und Sulzbach auch offiziell eine Seelsorgeeinheit. Am 01. September 2008 übernahm Pfarrer Winfried Wehrle die Leitung der Seelsorgeeinheit bis zu seiner Pensionierung am 28. Februar 2017. Nahtlos übernahm Pfarrer Klaus Rapp zum 01. März die Kirchengemeinde Hemsbach mit ihren drei Pfarreien. Er wird im hauptamtlichen Seelsorgeteam von einer Pastoralreferenten/-assistentin und einer Gemeindereferentin/-assistentin unterstützt.